Diagnose Reizdarm

Kommen Dir diese Beschwerden bekannt vor?

  • Chronische, länger als drei Monate anhaltende, darmbezogene Beschwerden (z.B. Bauchschmerzen, Blähungen), die in der Regel mit Veränderungen im Stuhlgang einhergehen
  • aufgrund der Symptomatik eine relevante Beeinträchtigung der Lebensqualität
  • keine für andere Krankheitsbilder charakteristischen Veränderungen, die die Symptome erklären könnten

Das Reizdarmsyndrom ist die am häufigsten gestellte gastrointestinale Diagnose weltweit. In den westlichen Industriestaaten liegt die Prävalenz der Bevölkerung bei rund 15 %. Etwa 50 % der Patient*innen mit Magen-Darm-Beschwerden leiden unter dem Reizdarmsyndrom.

Ursache Sibo

Durch eine Vielzahl wissenschaftlicher Studien wurde bestätigt, dass in den meisten Fällen fehlbesiedelte Bakterien im Dünndarm die Reizdarmbeschwerden auslösen.

Bei rund 2/3 der Reizdarm-Betroffenen liegt als Ursache solch eine bakterielle Dünndarmfehlbesiedelung, kurz SIBO, zugrunde. Dabei gelangen Bakterien, die normalerweise den Dickdarm besiedeln, in den Dünndarm.

Habe ich eine Sibo?

Eine bakterielle Dünndarmfehlbesiedelung (Sibo) sollte immer dann in Betracht gezogen werden, wenn:

  • gängige Untersuchungen (Blut- und Stuhlanalysen sowie weitere Ausschlussdiagnostik) keine Klarheit über die Ursache der Reizdarmsymptome bringen
  • du mit Therapieempfehlungen wie psychotherapeutische Maßnahmen, die Gabe von Prä- oder Probiotika, Darmkuren oder Darmsanierung, mehr oder weniger Ballaststoffe, Vollwertkost usw. kaum bis wenig Erfolge erzielen konntest

Sibo testen

Unser Sibolab Atemgastest kann Dir Klarheit über das Vorliegen einer SIBO schaffen. Über die Messung der Atemgase mit unserem leicht anwendbaren Home-Testkit kannst Du zusammen mit Deinem/Deiner behandelnden Therapeut*in herausfinden, ob eine bakterielle Dünndarmfehlbesiedelung als Ursache deiner Reizdarmsymptome infrage kommt. 

Sibo behandeln

Ein positiver Sibo Befund bietet Dir die Chance, mit gezielten Maßnahmen Deine Beschwerden in den Griff zu bekommen. Deine Ärztin oder Dein Therapeut können Dich dazu beraten, welche Ernährung nun passt und ob eine Ergänzung mit naturheilkundlichen oder pharmazeutischen Mitteln sinnvoll ist.